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Angewandte Analysen, April 2003
Mode
bedeutet Modus, sein äußeres Erscheinungsbild zu gestalten. Dieser Modus
unterliegt einem Wandel. Der Wandel wiederum hängt von persönlicher
Einschätzung, zeitgemäßer Geltung und auch Gruppendynamik ab. Mode kann
demnach Geschmack bedeuten, ebenso wie Zeitgeist oder Zwang.
Angewandte Analysen soll diese Wechselwirkungen mit der Methode der
Performance untersuchen. Diese Methode scheint sich gleichsam anschaulicher
wie subtiler Momente zu bedienen.
Das
Anzeichnen potentieller chirurgischer Schnitte an einem nackten
Frauenkörper ist keineswegs eine vordergründige Kritik an der so genannten
Schönheitschirurgie. Zwar verleitet es zur Assoziation eines
Zurechtschneidens, ja sogar Bereinigens, um einem körperlichen Ideal zu
entsprechen. Vielmehr soll jedoch die Fragestellung, was besagt es, einer
bestimmten Form gerecht zu werden, in der sprichwörtlichen Anwendung einer
Analyse, eines Zerteilens, aufgeworfen werden. Probierschnitte des
Auseinandernehmens, die dem Körper zugefügt werden, können auf Bedeutung
und Sinn von Mode- und vor allem Modezwängen ausgeweitet werden.
Gleichzeitig verweist das Markieren eines makellosen Körpers auf das
Versehen von Produkten mit Marken. Vom wirtschaftlichen Branding zum
sozialen und schließlich körperlichen Branding sind es offenbar nur kleine
Schritte. Die Idee der Mode – vom Individuum ursprünglich als Möglichkeit
zur Selbstbestimmung verstanden – verkehrt sich: aus Differenz wird
Gleichheit
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Applied
Analysis, April 2003
Fashion
means the mode to create one’s own appearence. This mode is subjected to
change. The change, on the other hand, depends on personal estimation,
current values and group dynamics. Fashion can therefore mean taste as well
as zeitgeist or constraint.
Applied Ananlysis attempts to investigate those interactions with the
method of performance.
This method seems to use vivid moments as well as subtle ones.
The marking of possible surgical incisions on a nude female body is not
only a surface criticism of the so called aesthetic surgery. In fact it
leads to the association of trimming and adjusting for reaching a physical
ideal, but more important seems to be the question of doing justice to a
certain shape. Test cuttings of taking apart which are harmed to the body
could point to the meaning and sense of fashion and constraints. At the
same time the marking of an immaculate body refers to the marking of
products. The steps between economic branding to social and physical
branding are obvious small ones. The idea of fashion – originally estimated
as an individual choice of self-determination – reverses: difference
becomes uniformity |
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