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Diskussion - Aktion - Intervention

Graz 2003

Angewandte Analysen - Applied Analysis
Berliner Kunstprojekt 2003




DNA for money
Bielefeld 2002
 
 
jetztpresent  



Angewandte Analysen, April 2003 

Mode bedeutet Modus, sein äußeres Erscheinungsbild zu gestalten. Dieser Modus unterliegt einem Wandel. Der Wandel wiederum hängt von persönlicher Einschätzung, zeitgemäßer Geltung und auch Gruppendynamik ab. Mode kann demnach Geschmack bedeuten, ebenso wie Zeitgeist oder Zwang.
Angewandte Analysen soll diese Wechselwirkungen mit der Methode der Performance untersuchen. Diese Methode scheint sich gleichsam anschaulicher wie subtiler Momente zu bedienen.
Das Anzeichnen potentieller chirurgischer Schnitte an einem nackten Frauenkörper ist keineswegs eine vordergründige Kritik an der so genannten Schönheitschirurgie. Zwar verleitet es zur Assoziation eines Zurechtschneidens, ja sogar Bereinigens, um einem körperlichen Ideal zu entsprechen. Vielmehr soll jedoch die Fragestellung, was besagt es, einer bestimmten Form gerecht zu werden,  in der sprichwörtlichen Anwendung einer Analyse, eines Zerteilens, aufgeworfen werden. Probierschnitte des Auseinandernehmens, die dem Körper zugefügt werden, können auf Bedeutung und Sinn von Mode- und vor allem Modezwängen ausgeweitet werden. Gleichzeitig verweist das Markieren eines makellosen Körpers auf das Versehen von Produkten mit Marken. Vom wirtschaftlichen Branding zum sozialen und schließlich körperlichen Branding sind es offenbar nur kleine Schritte. Die Idee der Mode – vom Individuum ursprünglich als Möglichkeit zur Selbstbestimmung verstanden – verkehrt sich:  aus Differenz wird Gleichheit

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Applied Analysis, April 2003

Fashion means the mode to create one’s own appearence. This mode is subjected to change. The change, on the other hand, depends on personal estimation, current values and group dynamics. Fashion can therefore mean taste as well as zeitgeist or constraint.
Applied Ananlysis attempts to investigate those interactions with the method of performance.
This method seems to use vivid moments as well as subtle ones.
The marking of possible surgical incisions on a nude female body is not only a surface criticism of the so called aesthetic surgery. In fact it leads to the association of trimming and adjusting for reaching a physical ideal, but more important seems to be the question of doing justice to a certain shape. Test cuttings of  taking apart which are harmed to the body could point to the meaning and sense of fashion and constraints. At the same time the marking of an immaculate body refers to the marking of products. The steps between economic branding to social and physical branding are obvious small ones. The idea of fashion – originally estimated as an individual choice of self-determination – reverses: difference becomes uniformity


(c) Clemens Krauss