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RE FLEXION - Partizipatorische Zwischenschau

Kunstraum der Galerie Kunst & Handel, Palais Trautmannsdorf, Graz

Fr., 19. Dezember 2003, 19 Uhr

Zur Eröffnung kurze Gespräche über das Projekt toponymics mit Daniela Jauk, Frauenbeauftragte der Stadt Graz, sowie Gerhard Dienes, Direktor des Grazer Stadtmuseums. Im Anschluss wird das toponymics-Archiv an das Grazer Stadtmuseum übergeben.


artspace Galerie Kunst & Handel, Palais Trautmannsdorf, Graz


Fri., 19th of December 2003, 7 pm

Talks about the project toponymics with Daniela Jauk, womens' representative for Graz, and Gerhard Dienes,  chief of the City Museum of Graz. Following the opening the City Museum will be entrusted with the archieve of toponymics.




 

 
 
jetztpresent  

 

Die Frage nach einer (Wieder)benennung des Platzes einer Stadt ist mehr als der Prozess einer Namensfindung. Vielmehr kommt bei der Diskussion um die Bedeutung eines Platznamens das gesamte Feld der historischen sowie visionären Dimension zum Ausdruck. Im Falle des Grazer Hauptplatzes ist es in erster Linie das Verhältnis des fast tausendjährigen Platzes zu den Bürgern seiner Stadt.
Das Projekt toponymics hat sich im Laufe des Europäischen Kulturhauptstadtjahres 2003 über mehrere Veranstaltungen und Aktionen entwickelt und soll auch über das Jahr hinaus als denkmöglicher Gegenstand existieren. Teilnahme und Diskussionsbeiträge der interessierten Bevölkerung sind dabei die allein bestimmende Größe. Veranschaulichende Aktionen wie die temporäre Umbenennung in ein bürgerlich-historisches Namensvorschlagsmodell (welches somit ebenso realistisch wie absurd ist) erweitern das diskursive Feld, werfen aber auch gleichzeitig neue Fragen auf.
Wesentlich ist, dass eine definitive Umbenennung des Platzes während des Projektes niemals das erklärte Ziel war und ist. Doch ist es ebenso eine Tatsache, dass eine Bezeichnung keine Benennung sein kann und dass nur der positive Geist in einer Stadt – wie ihn Graz zum Beispiel im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres erfasst hat – eine offene Auseinandersetzung mit dieser Thematik zulässt. Das Projektes toponymics soll demnach nicht nur die Möglichkeiten einer Wiederbenennungsidee ausloten, sondern durch Einbeziehung des interessierten Bürgers vor allem die kulturell eingeübte passive Betrachterhaltung in Frage stellen. Nach der prominent besetzten Diskussionsveranstaltung zur Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres, der Projektpräsentation in der Galerie Dida zu Beginn des Jahres, der Bekanntmachung der Idee und der vielen eingegangenen Vorschläge und Kommentare, des Künstlergespräches und der theoretischen Gastbeiträge sowie der temporären Platzumbenennung soll nun mit der Veranstaltung RE FLEXION eine vorläufige Zwischenbilanz gezogen werden.


 

 

 

The question of (re)naming the square of a city is more than just the process of finding a name. The discussion about the meaning of a square’s name expresses rather the entire field of its historical and visionary dimension. Concerning the main square (Hauptplatz) of Graz it is more the relationship between the square which is almost thousand years old to the people of its city.
The project toponymics has developed during the year of Graz – Europe’s capital of culture in 2003 through several functions and interventions and should exist as a conceivable subject beyond the next year, too.
Participation and contributions through discussion by the interersted citizens have been the determinant factors.
Visualizing actions like the temporarily renaming into a burgeois-historical name proposal (which therefore became both realistic and absurde) are widening the discursive field but also raising new questions at the same time.
The fact is crucial that a definite renaming of the square has never been a declared aim of the project. But it is a fact as well that a term hardly can function as a name and that only a city’s open mind – like Graz was seized with during the year of being Europe’s cultural capital – allows a discussion about this issue.  
The project toponymics therefore is not to only probe the possibilities of the idea of a renaming but, through involving all the interested people, question the passive attention of the viewer which has been historically practised.
After several functions should now be taken the intermediate stock of the project with the event RE FLEXION.


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(c) Clemens Krauss