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Der junge österreichische Künstler Clemens Krauss – die DNA Galerie präsentiert seine aktuelle Arbeit vom 6. Juni bis 6. Juli 2003 in der Ausstellung Teil eines langsamen Selbstporträts - ist überzeugt, dass der menschliche Körper selbst jeden einzelnen Impuls, welchem jemand im alltäglichen Leben ausgesetzt ist, wahrnimmt, registriert und reflektiert. Er geht nicht nur von den ganz elementaren Bedürfnissen wie Essen, Trinken oder Schlafen aus, sondern auch von allen mentalen Verstrickungen und dem Phänomen von Sammeln und Vergessen von Informationen aller Art wie etwa aus Medien, Büchern, der Straße, der eigenen Bildung, Institutionen u.s.w. Alles prägt sich auf verschiedenen Ebenen und Formen in unser Gedächtnis ein, genauso wie es sich in unserer physischen Erscheinung widerspiegelt.

Aufgrund dieser Überzeugung hat der in Wien und Berlin lebende Maler, Performer, aber auch Arzt und Biologe die letzten acht Monate intensiv seinen Körper und die durch äußere Einflüsse bedingten Veränderungen beobachtet und analysiert. Wenn wir die Tatsache bedenken, dass Künstler seit Jahrhunderten von ihren eigenen Gesichtern und Körpern fasziniert – aber auch irritiert sind, ist es nicht verwunderlich, dass Krauss seine Beobachtungen auch innerhalb des Motivs Selbstporträt ausdrückt. Aber es erfolgt offensichtlich unter Abweichung vom traditionellen Typus dieses Genres. „Es kommt nicht darauf an, was ich male, sondern in welchem Kontext ich etwas male. Momentan ist es vor allem der eigene Körper, der mich interessiert und mir als sicherer vertrauter Ausgangspunkt jederzeit zur Verfügung steht.“ Krauss zeigt ca. 30 abstrakt arrangierte kleine Öl/Silikon-Leinwände (30x30cm), welche Details seines (verändernden) Körpers darstellen. Als wichtiges Äquivalent zu den Malereien werden diese von gleichformatigen Siebdrucken begleitet, sowie einer Performance zur Eröffnung.

Krauss, der Irritation und Provokation liebt – das Publikum wurde damit bereits letztes Jahr auf der Liverpool Biennale und bei seiner Kooperation mit der Wiener Gruppe Gelatin während der Berliner Festwochen konfrontiert – wird seine achtmonatige Recherche in der Performance 100
EURO Auktion wiedergeben.

Die Eröffnung der Ausstellung Teil eines langsamen Selbstporträts findet am 5. Juni 2003 um 19 Uhr in der DNA Galerie, Auguststr. 20, 10117 Berlin statt. Dr. Monika Krol, Kulturforum Österreichische Botschaft spricht die Grußworte und Johann Nowak wird uns in das Werk des Künstlers einführen. Es folgt die Performance 100 EURO Auktion.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.


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(c) Clemens Krauss